Onlinesucht - Buchempfehlung
 Home > Aufklärung > Symptome Sitemap

  Aufklärung
Was ist Internetsucht?
Mediensucht allgemein
Die Anziehungskraft
Geschichte
Symptome
Wer ist betroffen?
Diagnose
  Hilfe für Betroffene
Portrait
Erste Schritte
Ansprechpartner
Behandlung
Tipps für Angehörige
  Infomaterial
Artikel
Internetsucht am arbeitsplatz Auswirkungen am
  Arbeitsplatz
Sucht bei Rollenspielen Internetsucht bei
  Rollenspielen
Sucht nach Onlinesex
Sucht nach
  Onlinekommunikation
Erkennungsmerkmale
  der Onlinesucht
Studien

Literatur

  Sprachrohr
  Links
  Forum
  Presse
  Hintergrund
  Mitarbeit
  Datenschutzhinweise
Suchtgefahr Rollenspiel
Internetsucht und Rollenspiele

Onlinespielsucht – Gefährliche Rollenspiele

Die meisten Onlinespieler sind passionierte Spieler, die regelmäßig viele Stunden im Internet spielen. Besonders gefährlich sind die sogenannten Online-Rollenspiele geworden. Das mit über 10 Millionen Accounts wohl erfolgreichste und bekannteste Spiel ist „World of Warcraft“. In einer Fantasiewelt voller Menschen, Elfen, Zwergen und Trollen muss der Spieler hier verschiedene Aufgaben (Quests) absolvieren und Kämpfe bestehen, für die er Erfahrungspunkte und verschiedene Boni (im Spiel items genannt), wie Geld oder Gegenstände bekommt. Je mehr Erfahrungspunkte der Spieler erhält, desto schneller steigt er in das nächste Level des Spieles auf. Wie in vielen Rollenspielen können die Spieler auch hier Gruppen, sogenannte Gilden bilden, um Aufgaben und Kämpfe gemeinsam zu bewältigen. Ohne Mitglied in einer Gilde zu sein, sind viele Quests kaum zu bewältigen. Über Chatkanäle haben die Spieler die Möglichkeit miteinander zu kommunizieren. Nicht nur der Kauf des World of Warcraft-Spiels kostet Geld, es muss auch eine monatliche Gebühr für die Nutzung entrichtet werden. Natürlich ist nicht jeder, der seine Freizeit mit diesem oder andere Rollenspielen verbrigt süchtig oder suchtgefährdet. Aber Studien belegen, dass die Gefahr solcher, immer realistischer wirkenden Onlineanwendungen nicht zu unterschätzen ist.

Eine zeitintensive Beschäftigung.

Online-Rollenspiele nehmen viel Zeit in Anspruch. Eine Onlinebefragung zu Rollenspielen im Internet vom Dezember 2005 (Olgierd Cypra / Universität Mainz) ergab, dass 65 Prozent der Spielerschaft bis zu 29 Stunden in der Woche spielt, das sind im Durchschnitt knapp vier Stunden am Tag. 30 Prozent aller Spieler spielen durchschnittlich zwischen 30 und 59 Stunden in der Woche, das ergibt im Schnitt über 6 Stunden tägliches Spielen im Internet. 5 Prozent der Teilnehmer spielen sogar mehr als 60 Stunden in der Woche, also 8,5 Stunden täglich.


Aus Spaß wird Ernst.

Immer mehr Menschen driften in die virtuelle Welt der Onlinespiele ab und verbringen extrem viel Zeit am Bildschirm. Die Zahl der Online-Rollenspieler wird in Europa auf circa 2 Millionen geschätzt, 2,5 Millionen Spieler in Nordamerika und rund 5,5 Millionen aus Asien - Tendenz steigend. Das Suchtpotential solcher Spiele liegt einerseits in dem Faszinationsgrad der Fantasiewelten, in denen die Spieler flüchten können, andererseits üben die gebildeten Gilden enormen Druck auf ihre Mitglieder aus. Um einer Gilde beitreten zu können, werden hohe Anforderungen gestellt; lange Mindestspieldauern und feste Spieltermine sind meistens Grundvoraussetzung. In solchen Gildengemeinschaften entwickelt sich schnell ein Gruppenzwang, der die Spieler noch länger vor den Computer zieht.

Wer sind die Spieler?

In der Onlinebefragung von Olgierd Cypra stellte sich heraus, dass der größte Anteil der Spieler mit 34,4 Prozent Schüler sind. Die Studenten und Auszubildenden liegen mit 28,4 Prozent auf Platz 2. Es sind also hauptsächlich junge Menschen, die in den Bann von Online-Rollenspielen geraten. Immer mehr Eltern stehen dieser neuen Bedrohung hilflos gegenüber. Prävention muss früh ansetzen. Dazu gehört in erster Linie die Aufklärung von Eltern und Lehrern und die Kontrolle des Internetzugangs und der Online-Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen. Eltern und Lehrer müssen aktiv werden und Kindern einen geregelten Umgang mit Medien erlernen.

Der Kampf gegen die Sucht

Christine und Christoph Hirte aus Gräfelfing bei München beschreiben auf ihrer Internetseite www.rollenspielsucht.de, wie sie ihren Sohn an das Onlinerollenspiel World of Warcraft verloren haben. Sehr ergreifend schildern sie, wie sich ihr Sohn immer mehr zurückzog und sie ihn schließlich völlig verwahrlost in der Wohnung einer anderen WOW-Spielerin vorfanden – arbeitslos, heruntergekommen und nur auf das Onlinerollenspiel fixiert. Die Eltern beschreiben seinen Zustand so: „Dieser sehr begabte junge Mensch, der seine Schulzeit problemlos und locker hinter sich gebracht hatte, ein gutes Abitur absolviert und ein vielversprechendes Studium in Angriff genommen hatte, war innerhalb von nicht einmal zwei Jahren zu einem vom realen Leben weitestgehend abgekoppelten Menschen mutiert. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt besteht darin, kurz das Allernötigste einzukaufen, um danach zusammen mit seiner ebenfalls internetsüchtigen Bekannten den Rest der Zeit vor dem PC zu verbringen.“ Nun möchten die Eltern mit ihrer Website die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erreichen, um durch Aufklärungsarbeit die Gefahr der Onlinesucht einzudämmen.
nach oben ^


  Suche
 
 
  Internes
Beteiligen Sie sich an der Diskussion zum Thema Medien und Internetsucht im Forum.

  Newsletter
 
 
  Werbung

  Partnerlinks
Ihr Link hier?

Home | Kontakt | Impressum | Disclaimer | Sitemap