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Tipps für Angehörige
Das Umfeld leidet mit dem Süchtigen

Für Angehörige eines Internetsüchtigen ist es oftmals sehr viel schwieriger die Sucht zu ertragen als für den Süchtigen selbst. Man fühlt sich allein gelassen, nicht respektiert und schwimmt in grenzenloser Enttäuschung. Immer hockt er vor seinem blöden PC und findet mehr an virtuellen Gestalten als an mir.

Wenn Ihr Partner, Freund oder Verwandter internetsüchtig ist, dann sprechen Sie ihn ganz direkt darauf an und bieten Sie ihm Hilfe. Machen Sie sich aber darauf gefasst, dass er alles abstreiten, oder sogar sehr wütend und Sie sehr verletzten wird.

Reden Sie immer wieder mit ihm, offen und ehrlich, lassen Sie vor allen Dingen nicht nach und zeigen Sie Ihre Gefühle. Sollten Sie in Ihrem Bemühen nachlassen, könnten Sie ihn womöglich noch bestätigen. Deshalb sollten Sie nichts tun, was die Sucht fördert; bringen Sie kein Essen an den PC, sprechen Sie nicht mit ihm am PC, räumen Sie nicht auf.

Wenn Sie ihn nicht mehr verbal erreichen, und auch die Sicherung abzuschalten nichts nützt, schreiben Sie doch eine E-Mail, oder „Besuchen“ Sie ihn im Chat!? Versuchen Sie ihn in seiner „Welt“ zu erreichen.

Wenn alles nichts nützt, lassen Sie es ihn „spüren“. Ziehen Sie Konsequenzen; ausziehen, Trennung (auf Zeit), Urlaub etc. Oder laden Sie Freunde ein und feiern ganz neben ihm, führen Sie ihm seine Situation vor Augen. Fangen Sie an zu leben und seien Sie auch „Vorbild“. Konfrontieren Sie ihn generell mit dem Problem Internetsucht, bspw. mit Büchern oder Webadressen. Seien Sie hartnäckig und geben Sie ihm doch einen Spitznamen wie z.B. „webaholic“. Es ist, egal wie, ein langer Weg zurück zur Normalität und sehr beschwerlich. Für beide Seiten. Sollten Sie ihren „Netzhocker“ aber nicht die Augen öffnen können, müssen Sie ganz persönlich für sich entscheiden. Was wollen Sie tun? Können Sie damit leben?

Wenn „nichts mehr geht“, legen Sie ihm noch einmal eine Adresse einer Suchtberatung hin und brechen dann den Kontakt ab.

Die Hoffnung, dass sich bald alles von selbst regelt ist utopisch, um nicht zu sagen „virtuell“. Vielleicht muss er es einfach selbst erkennen, lassen Sie sich aber nicht bis dahin davon kaputt machen.

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