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Portrait Teil 1
Sucht-Portait eines ehemalig Betroffenen

Mein Name ist Thomas, ich komme aus Wien, bin verheiratet, habe eine Tochter, eine wundervolle Frau und bin 40 Jahre jung. Klingt doch alles toll, wenn da nicht das Internet gewesen wäre.

Vor ca. 2 Jahren wurde ich arbeitslos, und je länger die Arbeitslosigkeit dauerte desto mehr verfiel ich in Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit und Frust, sicher nutzte ich damals den PC für die Jobsuche und aktuelle Informationen aber das war es auch schon. Bis ich eines Tages irgend jemanden suchte mit dem ich reden kann, ist doch herrlich, anonym zu sein, man kann über Dinge reden, die man real nicht so leicht rüberbringt oder sonst gar nicht anschneiden möchte.

So beschloss ich einfach nach Chat - Programmen zu suchen, und stieß auf das wohl gängigste Programm "MSN" (auch Messenger genannt) von „Microsoft“. Damals gab es im MSN auch noch Chat Rooms, und schnell lernte ich ein paar Personen kennen, die meisten nicht lange, bzw. redeten wir nicht sehr oft und intensiv, aber ich suchte weiter.
Eines Tages lernte ich aber wen kennen im Chat, mit dem ich über alles reden konnte, und diese Person erzählte auch sehr viel über sich. Es war eine Studentin, die sehr viel Zeit hatte, Sie war immer "on".

Und so plauderten wir oft sehr lange, aber für mich war es zu diesem Zeitpunkt einfach Zeitvertreib und wenn ich fortgegangen bin sagte ich einfach so, „ich gehe, bis bald“.

Nach ein paar Wochen merkte ich, dass Sie immer online ist, und mich faszinierte es immer mehr mit ihr zu plaudern und ich schaute nach Möglichkeit das ich auch immer online war. Irgendwann kam natürlich auch das Thema treffen zur Sprache, aber das schloss sie von vorhinein aus, sie sagte plaudern ja aber treffen niemals, und das nehme ich vorweg, dabei blieb es auch.

Wir tauschten Fotos aus, ich half ihr bei ihren Seminararbeiten, wir spielten oft stundenlang Schach Online und alles mögliche was man so Online miteinander spielen kann im Netz, natürlich nebenbei mit Chat. Je mehr ich über sie erfuhr, desto mehr verfiel ich in eine Sucht (die mir damals nicht bewusst war) immer da zu sein, wir tauschten Handy Nummern aus, wir sendeten uns SMS, und war mal einer nicht on, dann kam ein SMS mit der Frage wo bist du? Niemals telefonierten wir miteinander also immer total anonym.

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