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Autor: Anonym
Über meine Spielesucht... (2)

Vielleicht kommt die Faszination daher, dass man sich immer nur verbessern kann. Um so länger man spielt – um so stärker wird man. Dies ist allen Spielen eigentlich zu eigen.
Hat man es jedoch geschafft und ist man in den höchsten Leveln angekommen (nach Monaten des Spielens), dann ist man nicht nur ein Experte und ein Held – man ist nahezu ein Gott!

Man sollte auch nicht die Kraft der Community vergessen. Ich war zum Schluss in einem deutschsprachigen Rollenspiel – mit deutschsprachigem Forum auf der Webseite. Ich war wirklich jemand von Rang und Namen. Man grüßte mich im Spiel, kannte mich und sprach mich an. Ich hatte Freunde im Spiel – man wollte mich sogar einmal zum Bürgermeister eines Dorfes in der Spielwelt wählen!!! Das kann einem schon Zuflucht vor der Realität geben – wenn man sonst eher allein und erfolglos ist.
Ich spiele seit über einem Jahr nicht mehr. Dank meiner Frau.

Zuerst waren Online-Games ungünstig für unser Zusammenleben. Meine Frau litt darunter, dass ich stundelang wie abwesend am Schreibtisch saß und nicht ansprechbar war.
Sie: „Schatz...sag mal...“ Ich : „Moment...in 5 Minuten, ok?“
Das ging so nicht!
Also hörte ich auf, Online-Games zu spielen und spielte stattdessen Singleplayer-Games, also Spiele ohne die Gemeinschaft mit anderen Spielern.
Diese Singleplayer-Games sind bei weitem besser zu handhaben. Es gibt eine Pausetaste! Diesen Vorteil sollte man nicht unterschätzen.
Nach einem halben Jahr Single-Offline-Games schaffte ich es, mit dem Spielen ganz aufzuhören. Stattdessen arbeite ich jetzt viel mit Webseiten und im Internet und versuche mich da jetzt zu etablieren.
Irgendwie hatte ich nie den Ehrgeiz, beruflich mich zu festigen – warum auch, es gab ja die schöne bunte Spielewelt.
Dies ist jetzt anders. Ich sitze zwar immer noch den ganzen Tag vor dem Monitor – aber wenigstens produktiv.
Dennoch ist mir klar geworden – ohne meine Frau wäre ich schon längst wieder rückfällig geworden.
Ich bekomme nämlich die augenblickliche Entwicklung auf dem Spielemarkt mit – und ich weiß um die Spiele, die ich heute spielen könnte, wenn ich der Sucht nachgeben würde.

Ohne meine Frau würde ich mich in die Spielewelt stürzen (konkret : „World of Warcraft“) Ich wäre verloren. Zum Glück kann ich mit meiner Frau darüber reden. Sie hört mir zu, wenn ich von meinen Bedürfnissen und Ängsten rede – und dies hilft mir immer sehr. Nach einem solchen Gespräch schaffe ich es dann wieder, meine Energie auf produktive Arbeit zu konzentrieren und nicht auf die Scheinwelt eines Fantasygames.

In einem Artikel über „World of Warcraft“ las ich neulich: „Die Spielzeit kann man nicht in Stunden, sondern nur in Monaten messen“ – dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

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